Es passiert nicht besonders oft, dass ich mich von einem Produkt so sehr in seinen Bann ziehen lasse, dass ich ihn sofort haben möchte. Vergangene Woche ging es mir aber exakt so: Als ich das erste Mal die verhältnismäßig neue Fujifilm X-E3 in der Hand hielt, war es einfach um mich geschehen.

Das klassische Layout der Kamera mit Messsucheranordnung und dem schweren Metallgehäuse sowie die angenehme Größe für meine großen Hände haben mich vom Fleck weg überzeugt. Wie sich die erste Kontaktaufnahme gestaltet hat, könnt ihr im folgenden Artikel nachlesen.

Update 26.06.2018: Neue Fotos im Artikel!

Schon seit geraumer Zeit hatte mich Aleks mit seiner X-T2 angefixt, dem System Fuji X mal eine Chance zu geben. Zunächst hatte ich mich auf die X-T20 eingeschossen, die Kamera machte mir aber in den Händen einfach einen zu schlappen Eindruck und lag für mich auch nicht gut in der Hand. Ein Blick zur Seite zeigte seinerzeit noch die X-Pro2 und die X100, die beide aber doch sehr speziell zu sehen sind. Erst im Januar hat dann Fuji endlich den Nachfolger der X-E2 herausgebracht: Die X-E3.

Bislang habe ich mit einer leicht betagten Leica D-Lux 5 und einer klobigen Canon EOS 5D MKII fotografiert. Beide haben mich am Ende einfach nicht glücklich gemacht. Die Leica aus dem Jahr 2010 konnte in den Bereichen Geschwindigkeit und Rauschverhalten nicht mehr mithalten und die Canon war für den täglichen Transport einfach viel zu sperrig. Die emotionalen Verbindungen zu Spiegeln habe ich bereits lange beiseite gelegt, so dass der Einstieg in die Welt der Systemkameras für mich nicht besonders schwierig war.

ISO3200, 35,8mm, f3,6, 1/90, Filter Chroma

Warum nun aber gerade eine Fuji? Ganz einfach: Schon seit ewigen Zeiten überzeugt mich die Strategie von Fujifilm, auf die Entwicklung von Sensoren zu setzen, die Ihrer Zeit voraus sind und sich auf die kreativen Möglichkeiten der Fotografie konzentrieren. Schon die Fuji S2 Pro und S3 Pro auf Basis der Modelle von Nikon hatten einen SuperCCD an Bord, der die bis dahin üblichen Vorgehen bei der Entwicklung von Sensoren einfach ignorierte. Ergebnis waren unglaublich gute und besondere Fotos. Diese Entwicklung zieht sich bis heute durch und der aktuelle Sensor in den Kameras der X-Serie setzt auf einen Sensor mit dem Namen „CMOS X-trans III„. Hier wird unter anderem auf einen Tiefpassfilter verzichtet, da Moiré-Effekte konstruktionsbedingt nicht auftreten können. Die Folge sind noch schärfere und unverfälschte Fotos. Als Objektiv habe ich mich ganz nebenbei für das Fujifilm XF 18-55 mm F2.8-4 R LM OIS entschieden, da ich auf keinen Fall mit einer Kunststofflinse arbeiten wollte und mir die Lichtstärke der anderen Kit-Objektive einfach nicht ausreichend war.

ISO6400, 52,7mm, f4, 1/27, Nofilter

Da ich beim Fotografieren eindeutig in die Kategorie Romantiker falle und vermutlich noch immer analog fotografieren würde, wenn meine Zeit das zulassen würde, gibt es bei der Fuji X-E3 noch einen weiteren spannenden Punkt, der für die meisten Anwender vermutlich keine Rolle spielen wird: Die Filmsimulationen. Fuji erlaubt es hier, verschiedene Filmsimulationen für Farbe und Monochrom anzuwenden, die wirklich erstaunliche Ergebnisse liefern. Selbst mit aufwändiger Nachbearbeitung auf dem Rechner habe ich bislang noch keine solchen Bilder erzeugen können. Einzig die damaligen Möglichkeiten auf der Fuji S3 Pro, mit festgelegten Filtern und Profilen zu arbeiten, konnten ähnliche Resultate liefern.

Ich freue mich jetzt riesig, die Kamera in der nächsten Zeit bei mir zu tragen und möglichst viele spannende Momente festzuhalten. Diesen Beitrag werde ich von Zeit zu Zeit immer wieder ergänzen oder einzelne Themen in weiteren Beiträgen vertiefen.

Da dieser Beitrag nur meine persönliche Meinung wiedergibt, möchte ich auch die etwas wissenschaftlicheren Informationen verschiedener Seiten hier verlinken: