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Kino-Kurzreview: “Inglorious Basterds”
Ich bin nun wirklich kein großer Kinofan, doch wenn ein Tarantino in die Kinos kommt, so zieht es sogar mich aus den Fängen der Couch und ab ins Kino! Vieles hatte man schon vor dem Filmstart gelesen und die Erwartungen an den Film waren ziemlich hoch. Was mir nicht bewusst war: Der Film ist ewig lang! 153 Minuten, die aber auch auf die langen und intensiven Dialoge im Film zurückzuführen sind.
Der Film an sich ist meiner Meinung nach absolut genial besetzt. Wer kann besser einen deutschen Offizier spielen, als ein Deutscher? Ein Österreicher (Christoph Waltz)! Wer spielt einen deutschen Scharfschützen und Kriegshelden besser als Daniel Brühl? Keiner. Gleiches gilt auch für den verprellten Desateur Til Schweiger. Für den einzigen Amerikaner unter den Inglorious Basterds war Brad Pitt definitiv ebenfalls die Top-Wahl. Besetzung aus meiner Sicht also eine glatte EINS.
Nun zur ewigen Diskussion: Muss man einen Tarantino im Originalton sehen? Muss man meiner Meinung nach nicht. Die Vertonung und die Stimmen haben mir im deutschen Exemplar glatt besser gefallen als im US-Trailer. Vor allem die Szene mit Christoph Waltz (Stichwort BINGO) hat für mich schon jetzt Kultcharakter. Ton: EINS
Die Story des Films ist etwas wild, das hatte ich aber auch von einem Tarantino nicht anders erwartet. Neu für mich waren die langen aber dennoch wichtigen und spannenden Dialoge vor allem zu Beginn des Films, daran konnte man auch den inhaltlichen Anspruch des Films festmachen. Wie immer wird der eigentlich ernste Hintergrund des Films durch kultige Szenen aufgelockert (Stichwort Vorstellung Stieglitz). Die Szenerie des Films ist sehr gut und liebevoll gestaltet, die Handschrift des Regisseurs ist klar zu erkennen! Aufgrund der teils sehr langen Dialoge und für meinen Geschmack relativ seltenen Auflockerungen reicht es im Bereich Story und Umsetzung nur zu einer ZWEI.
Mir hat der Film hervorragend gefallen und es wurde sogar geklatscht – auf dem Land nicht selbstverständlich! Am Ende muss sich jeder sein eigenes Bild machen. Was mir noch aufgefallen ist: Der Film bietet einige heftige Szenen, die für Schwache Gemüter und Kinder keinesfalls geeignet sind. FSK 16 stand an der Tür, wohl etwas gewagt.
Spannende Zusatzinformationen: Inglorious Basterds auf Wikipedia