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Gesellschaftssatire die erste!

Lange brannte es mir auf den Fingern. Ich möchte mich nicht den vielen Gesellschaftskritikern anschließen. Nein das will ich wirklich nicht. Oder? Ich muss. Ja, ich muss es tun!

Jeden Tag bewege ich mich hier in meiner Umwelt und begegne immer wieder den selben gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Phänomenen:

Puk die Stubenfliege zum Beispiel. Madame oder Herr mit viel zu großer und deplatzierter Dolce und Gabana-Brille, oder vielleicht auch nur ein ebenso unpassendes Plagiat aus dem letzten Pauschalurlaub in Touristerien? Auf jeden Fall steht die Grundfläche der Verdunkler in absolut keinem Verhältnis zur Gesichtsoberfläche.

Ist es vielleicht wegen dieser genannten Brille so schwer, rückwärts die Parklücke zu treffen ohne die rüstige Rentnerin auf dem Gehweg zu streifen? Man wird es nie erfahren. Die medizinische Wirkung dieser meist sehr günstigen Brillen sollte in etwa zwischen der eines Halogen-Baustrahlers und einer Disco-Kugel liegen.

Image from rah.photography @ flickr!

Image from rah.photography @ flickr!

Ein weitere Phänomen dieser Woche ist der Herdentrieb der Automobilfreunde, die die lokalen Preiskämpfe der Tankstellen ausnutzen und den Tank ihres Autos am Montag zur besten Feierabendzeit mit dem guten fossilen Saft auftanken möchten. Sage und schreibe zwei Cent gilt es hier zu sparen – kann man da nein sagen?

Ja. Könnte man. Dennoch wird lieber auf der Hauptstrasse geparkt, der Feierabendverkehr auf ein Minimum abgebremst, eine Wartezeit von 20 Minuten bei laufendem Motor einkalkuliert, um dann stolz daheim berichten zu können: “Ich habe heute einen Euro und 12 Cent gespart, leider hat das Auto während des Wartens für zwei Euro Sprit geschluckt.” – Der Herdentrieb macht’s möglich.

“Aber ich habe immerhin etwas gespart, nicht wahr?!”

Hut ab!

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