Nach vier Wochen wieder online

Fast vier Wochen war meine Seite jetzt nicht erreichbar. An einen ersten Angriff auf die Seite und die Unterbringung von Schadcode hat sich dann eine längere Abschaltung des Servers beim Anbieter angeschlossen. Ich hatte jetzt meine Mühe damit, alle Spuren wieder zu beseitigen und hoffe, dass es jetzt dank aktueller Software und gelegentlichen Virenscans nicht mehr zu solchen Ausfällen kommt.

Ausprobiert: Aktivitätstracker XIAOMI MI Band

Fast ein halbes Jahr habe ich immer wieder neugierig auf die verfügbaren Aktivitätstracker geschaut, die man so bekommen kann. Leider waren die Geräte mit 50-100€ immer viel zu teuer für meinen Geschmack. Mit dem XIAOMI MI Band aus China bin ich dann aber auf eine sehr günstige Alternative gestossen, über die ich euch ganz kurz berichten möchte.

xiaomi-miband

Da es über das Band selbst und auch die Verpackung und die Beschaffung einige Artikel im Netz gibt, will ich hier wirklich nur auf meine eigenen Erfahrungen eingehen. Für mich war vor allem die Funktion des Schrittzählers interessant, da ich bereits mit Google Fit meine Schritte ermittelt habe, dies jedoch voraussetzt, dass mein Handy bei jedem Schritt dabei ist. Unpraktisch!

Meine Erwartungen an das kleine Armband für ca. 14€ aus China waren wirklich sehr begrenzt. Immer wieder konnte man in bereits erschienenen Einträgen lesen, dass die Messung der Schritte wenig genau ist und dass man bereits beim Schneiden von Zwiebeln einen Halbmarathon angezeigt bekommt. Auch die App selbst mit der eingeschränkten Übersetzung hat immer wieder ihr Fett weg bekommen.

Nachdem das Koppeln des Gerätes mit meinem Nexus 5 (Android 5.0 Lollipop) sofort geklappt hat, schien mir die App wirklich sehr seltsam. Nach kurzem Googlen habe ich aber eine deutsche App gefunden, die sowohl in der Übersetzung sowie auch in der Funktion angepasst wurde. Die Genauigkeit wurde verbessert und einige Funktionen hinzugefügt.

http://decuro.de/forum/index.php/Thread/296-App-MiBand-1-2-442-322/

Das Band sammelt bei mir wirklich sehr plausible Daten, die ich schon mehrmals durch stumpfes mitzählen geprüft habe. Ich denke realistisch ist eine Genauigkeit von +/- 15%. Genauer wird es natürlich, wenn man längere Strecken geht oder Läuft, anstatt in der Wohnung oder im Büro auf und ab zu gehen. Die Funktion des “Laufens”, die man extra in der App findet, macht einen sehr genauen Eindruck und gefällt mir auf den ersten Blick besser als die klobige Umsetzung in Runtastic.

Bei der Schlafanalyse habe ich natürlich wenig Anhaltspunkte, wie genau die Messung ist und ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht so genau, woher das Armband das alles so wissen soll. Auf jeden Fall kann man aber gute, durchschnittliche und schlechte Nächte sofort in der App wiedererkennen und es wirkt alles plausibel.

Die Akkulaufzeit ist bei dem Armband echt ausgezeichnet: Mit einer Ladung des kleinen Akkus mit 42mAh (!!), die etwa eine Stunde dauert, kommt das Armband bei der Nutzung rund um die Uhr etwa drei bis vier Wochen hin. Das hatte ich mir viel schlechter vorgestellt. Auch der Akkuverbrauch für die Bluetooth-Verbindung am Handy ist in der Statistik nicht einmal sichtbar.

Was ein bisschen schade ist: Die Alu-Oberfläche des Armbandes ist sehr kratzempfindlich. Ein Besuch im Schwimmbad und das Teil sah übel aus. Da ich es meistens verdeckt trage, macht mir das überhaupt nichts aus aber es ist eben schade. Bei dem Preis muss man an der Stelle aber auch in den Erwartungen realistisch bleibe. Dafür hat es mehrere Einsätze im Schwimmbad unbeschadet überstanden und das Wasser hat nicht zu Problemen geführt.

Besonders im Büro mag ich die Funktion der Benachrichtigung. Wenn das Handy im Büro liegt und ich selbst gerade nicht am Platz bin, bekomme ich Anrufe und Benachrichtungen über das Armband und kann an der Farbe unterscheiden, ob es gerade wichtig ist oder nicht. Die App erlaubt da sehr feine Abstufungen für jede App, die eine Benachrichtigung schickt.

Über die App lässt sich ebenfalls konfigurieren, ob das Handy entsperrt werden soll, sobald das Armband in direkter Reichweite ist. Dies läuft seit Android 4.4.2 mit Smart-Lock.

Alles in Allem bin ich von dem Armband, vor allem auch in Bezug auf den Preis, total begeistert und benutze es sehr gerne. Wenn weitere Erfahrungen dazu kommen, werde ich das hier ergänzen. Was ich mir in einer neueren Version wünschen würde, wäre ein Pulsmesser. Dies würde den Preis aber wahrscheinlich in andere Sphären treiben.

Weitere Informationen und Tests zum Armband:

http://stadt-bremerhaven.de/xiaomi-mi-band-genau/

Frühjahrskur am Diamant Singlespeed 1980

Wie schon vor zwei Wochen angekündigt war es dringend an der Zeit, am Diamant Rennrad die Vorbereitungen für den Frühjahr 2015 zu treffen. Neben neuen Reifen haben es neue Bremszüge und Bremsbeläge an das Rad geschafft. Weiterhin wurden alle Anbauteile wie das Schloss und die Pumpe in den Rucksack verbannt, damit alles etwas aufgeräumter wirkt.

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Projektplan Diamant Singlespeed 1980

Das Wetter draußen ist noch richtig bescheiden und da bietet es sich regelrecht an, dass ich mir erste Gedanken über die offenen Baustellen an meinem Diamant Singlespeed 1980 mache. Einige Dinge sind im letzten Jahr durch den Umzug nach Dresden schlicht und einfach liegen geblieben und die pflegefreie Überwinterung im Keller hat auch ihren Teil dazu beigetragen.

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Zunächst müssen dringend die neuen Reifen auf das Rad. Da dies mein erster Wechsel von Schlauchreifen ist, habe ich vor diesem Schritt schon Respekt – vor allem da in der Anleitung der Continental Giro von drei Arbeitsschritten und Trockenphasen von jeweils 24 Stunden die Rede ist. Da der alte Vorderreifen aus den 90ern aber mittlerweile einen Standplatten hat, ist diese Aufgabe wirklich nicht mehr länger aufzuschieben.

Schon im letzten Jahr ist mir bei der letzten Ausfahrt zudem die Halterung von meinem Sattel (Selle Italia Turbo ’80) abgebrochen. Diese muss ich dringend ausbohren und dann versuchen, mit Zweikomponentenkleber eine neue Befestigung zu bauen. Wenn das schief geht, dann steht auf jeden Fall kurzfristig die Suche nach einem neuen Sattel an. Wäre ja ansonsten echt schade um die schöne, gebogene Sattelstütze.

Ansonsten sind für das Gefälle in Dresden unbedingt neue Bremsbeläge angebracht. Die alten Beläge verhalten sich schon wie Holz und außer Staub und Quitschgeräuschen ist den Dingern nichts mehr zu entlocken. Für die Shimano 600 sollte sich da aber im Laden noch etwas auftreiben lassen.

Als letztes will ich noch ausprobieren, wie sich die Übersetzung am Hang schlägt. Mit 39/17 Zähnen ist die Übersetzung jetzt schon relativ gering, aber am Ende muss ich ja auch die letzten 500 Meter am Hang ohne Gangschaltung bewältigen können.

Ich werde natürlich alles wieder mit ausreichend Fotos ausschmücken und an dieser Stelle auf dem Laufenden halten.

Angekommen: Ein OSTfriese in Dresden!

Eine ganze Zeit war es hier auf dem Blog ganz schön ruhig. Warum? Weil in den letzten Monaten unglaublich viel auf dem Zettel stand! Seit Anfang Oktober bin ich nun ganz offiziell ein Sachse, kann mir das Moin aber noch nicht so richtig abgewöhnen. Muss ich scheinbar auch nicht, denn auch in Dresden gehört das Moin wohl zum üblichen Repertoire für Begrüßungen. Auch mein Drahtesel wird sich sicher freuen, dass er jetzt wieder in seiner eigentlichen Heimat angekommen ist..

Mehr wird auf jeden Fall folgen – wenn ein bisschen Ruhe eingekehrt ist.